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the phoenix foundation@comet

tpf

eigentlich sieht sam scott ganz normal aus, ein bärtiger teddybär von einem mann, der gern und viel lächelt. beim erzählen schweift sein blick oft ab, er sucht nach worten, die wirklich das treffen, was gerade in seinem kopf vorgeht. es sind diese momente, in denen man ein gefühl dafür bekommt, wie seine musik entsteht – aus mini-visionen, die von woher auch immer den weg als inspiration in seine gedanken finden. die büffel aus dem titelsong des albums „buffalo“ zum beispiel habe er irgendwann einfach als musikfragment gehört – eine riesige, stampfende herde, die durch seinen kopf gezogen ist.

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freelance whales@magnet

freelance whales 1

ein musiker, der freimütig bekennt, nicht viel von musiktheorie zu verstehen, ist schon etwas besonderes. umso mehr, wenn ein solcher musiker zusammen mit anderen musikliebhabern und autodidakten eine band gründet, deren debütalbum übervoll ist an komplexen arrangements und verschachtelten klang-ebenen. judah dadone und seine vier mitstreiter von den freelance whales legen großen wert aufs ausprobieren: „es geht uns vor allem darum, die persönlichkeit eines instruments zu erkunden. das ist manchmal fast wie eine unterhaltung – wir experimentieren so lange, bis wir die gesamte emotionale bandbreite eines instruments herausgekitzelt haben.“

judah von freelance whales im interview:

freelance whales     

freelance whales 2

broken records@magnet

brokenrecords2

sing out the notes so they can burn a pattern across the soul…

perfect heartbreak music (even though singer jamie insists it’s not all about THAT…)

each song a plea, a love letter to the unreachable one:
„let me come home…“

images of beauty and romance, forgiveness and hope. music that lets you look beyond the sadness when „a darkness rises up“.

their shows, says jamie, are supposed to be uplifting – „you leave with a smile on your face & hopefully feel better. you know, just… better.“

and so it is.

brokenrecordscase

the broken beats@crystal club

broken-beats

in seinem kopf sei nur platz für musik – und liebe. also kündigt kim munk auch einen song nach dem anderen an mit „dieser song geht um… liebe!!“ man kann gar nicht anders, als den fünf dänen auf der winzigen bühne sofort das herz zu öffnen.

in einem sympathisch wirren mix aus deutsch, dänisch und englisch unterhält der broken beats-kopf sein publikum – ein überschaubares, aber begeistertes grüppchen, das eindeutig viel spaß hat. munks komisches talent ist mindestens so groß wie seine songschreiber-fähigkeiten, seine überleitungen zwischen den songs werden deshalb genauso gefeiert wie die musik. das munk’sche stand up-programm reicht von einer wortreichen entschuldigung für seine schlechten geografie-kenntnisse („all the diamonds in rio“) bis zur slow motion-darbietung des intros von „the rules“.

offenbar sind mindestens die hälfte der menschen im raum mit den broken beats verwandt oder verschwägert – munk freut sich deshalb öffentlich über die anwesenheit seiner frau, die „all the way from denmark“ gekommen ist, seiner schwiegermutter („all the way from kassel!“) und schwägerin („all the way from berlin!!“). aber auch die nicht-blutsverwandten menschen im raum werden schnellstens angesteckt von der spielfreude und feierlaune der broken beats. zwei mädels aus dänemark tanzen mit dänischer flagge direkt vor der bühne. ein witzbold zupft kim munk die schnürsenkel auf, als der bei einem ruhigen song am bühnenrand steht.

ein bisschen surreal ist dieser abend schon. aber er hinterlässt ein herzliches gefühl und ein warmes kribbeln irgendwo in der magengegend. die broken beats spielen sich quer durch ihren umfangreichen back catalogue und irgendwie ist es völlig egal, dass die meisten hier nur die wenigsten songs schon mal gehört haben. es geht um liebe – und das ist doch letztlich alles, was man wissen muss.

kim, line, kenn, nis und simon von the broken beats im interview:

the broken beats     

►► noch mehr zu the broken beats bei detektor.fm

interpol@tempodrom

interpol

Konzertwochenende in Berlin, zweiter Teil. Nachdem mich Calexico gestern sehr euphorisch gestimmt haben, stelle ich mir die Frage: Können Interpol da mithalten? Ihr letztes Album „Interpol“ gefällt mir sehr gut, aber wie klingen die neuen Stücke live? Weiterlesen

calexico/get well soon@admiralspalast (20 jahre city slang)

calexico250

Das super Label Cityslang feiert sich selbst und das zünftig: Ein ganzes Wochenende lang spielen ausgesuchte Bands des Labels im Berliner Admiralspalast. Ohne die verletzungsbedingt ausfallenden Notwist (um mal eine Floskel aus der Sportberichterstattung einzuflechten), stehen am Freitag Get Well Soon und Calexico auf dem Programm. Weiterlesen

i am kloot@postbahnhof

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es gibt abende, da ist eigentlich alles so, wie es sein soll. da steht eine band auf der bühne, die gerade ein wunderbares album veröffentlicht hat und die mit 10 jahren live-erfahrung auch ganz genau weiß, was bei konzerten funktioniert. dazu ein freundliches publikum, das zwar deutlich wissen lässt, dass es vor allem wegen zwei songs hier steht („proof“ und „twist“), aber auch die aktuellen stücke zu schätzen weiß. und trotzdem, trotzdem fehlt was. irgendein funke, der die ganz große begeisterung entfachen kann; irgendwas, das neben dem standardprogramm noch überrascht.

was immer es ist, das aus „ganz nett“ ein „großartig!“ macht…
it was missing tonight.

the divine comedy@lido

dc_ticket

i can’t abide a horizontal life
it’s time to rise
assume the perpendicular…

just when i thought he couldn’t possibly surprise me anymore, neil hannon treats berlin to a 90+ minute gig and a whole bunch of songs he hardly ever plays live – and particularly not in germany… (going downhill fast!! bernice bobs her hair! sweden! the frog princess! lucy!)

the man is a genius.

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the miserable rich@roter salon, volksbühne

misrich2010_1

what can i say… inordinately charming, hugely talented and truly nice people. perfect gentlemen, too.

misrich2010_stageplan

shout out louds@astra

shoutoutlouds250

„i’m sorry – i got excited…“ entschuldigt sich adam olenius, als nach der ersten zugabe („please please please“) das mikrofon ins publikum fällt, weil er den mikroständer einhändig über dem bühnenrand balanciert hat, um den fan-chor in voller lautstärke einfangen zu können. eine sympathische mischung aus peinlich berührt sein über die eigene übertriebene geste und sorge, er könne teures equipment beschädigt haben… trotzdem auch verständlich, dass der mann sich hinreißen ließ, denn das publikum im astra ist außerordentlich wohlwollend gestimmt und feiert die shout out louds zu diesem zeitpunkt bereits seit einer stunde mit überbordendem enthusiasmus. Weiterlesen