stornoway@magnet

live250

fuel up your mind
fire up your heart
and drive on

auf ihrem album „beachcomber’s windowsill“ sind nach eigener grober schätzung von stornoway so an die hundert verschiedene instrumente, haushaltsgeräte und küchenutensilien zu hören. auf der bühne im berliner magnet kommen heute abend nur ungefähr zehn davon zum einsatz: cello, kontrabass, violine, keyboard, diverse elektrische und akustik-gitarren, e-bass, schlagzeug… (als einziges schmerzlich vermisst: die trompete.) jedes davon wird meisterlich und mit hingabe gespielt – einmal mehr eine band, die im vergleich zum perfektionsgrad ihrer musik geradezu unverschämt jugendlich erscheint.

stornoway5

brian briggs‘ kathedralentaugliche stimme füllt den raum aus und trifft punktgenau diejenigen synapsen, die innerhalb von millisekunden bilder von strandspaziergängen an einsamen herbstwind-bestürmten küstenstreifen in den kopf feuern. eine landschaft, in der sich briggs offenbar am wohlsten fühlt: „wild, barren, distant, remote – but interesting and attractive in a strange kind of way…“. die musik, die aus seiner faszination mit dem meer entsteht, ist allerdings genau das gegenteil davon: einladend, tröstlich und warm. ein bisschen wie nach-hause-kommen wenn man, vom küstenwind zerzaust und durchgefroren, zu lange unterwegs war.

brian, ollie, rob und jon von stornoway im interview:

stornoway     

ps:
in the afternoon stornoway were playing acoustic versions of „zorbing“ und „we are the battery human“ for a video blog just outside the back door of the club. the unexpected sounds draw a small crowd of workers from a next-door building lot, some delivery-men and a lady you’d want to count among the more colourful kreuzberg characters. she later introduces herself as „the first true punk“ (possibly she was attracted by the line „join the new revolution“ in „we are the battery human“?!), joins in with her own version of the chorus and leaves a severed doll’s head and a copy of noah gordon’s „shaman“ behind when she finally gets bored and moves on… that’s berlin for you, i guess.

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