“es ist die hölle, sich die ganze zeit selber anzuhören” – peterlicht

petlicrowdfunding ist nicht die zukunft der musikindustrie, sagt peterlicht. und trotzdem hat er seine fans um geld gebeten, damit er ein live-album produzieren konnte, auf das seine plattenfirma keine lust hatte. 26.730 € sind dabei zusammengekommen und deshalb gibt es jetzt peterlicht live auf zwei cds. “lob der realität” heißt das ganze – ein titel, der sich für peterlicht-verhältnisse durchaus versöhnlich anhört. nachdem sein letztes album “das ende der beschwerde” hieß, musste die erste frage an ihn sein, ob er mit der zeit immer weicher wird?

►► peterlicht im interview bei detektor.fm

niels frevert – paradies der gefälschten dinge

frever ist ein meister der leisen schwermut und kann in einem drei-minuten-song ein stück welt bauen, in das man sich vertiefen will wie in ein gutes buch. sein blick bleibt immer auf dem alltäglichen, aber selbst wenn niels frevert über halbvolle waschmaschinen singt, ist das pure poesie. das ist auf seinem neuen album nicht anders – auch auf “paradies der gefälschten dinge” findet man frevert vom feinsten.

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mehr frevert hier und hier.

the magic numbers – alias

magicnosein mosaik aus verschiedenen gesichtern – so sieht das cover des mittlerweile vierten albums der londoner formation the magic numbers aus. versteckt darin finden sich auch die vier bandmitglieder. dabei ist das erklärte ziel der neuen platte eben gerade nicht, sich dahinter zu verstecken.

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angus & julia stone – angus & julia stone

stonees gibt wenige menschen, mit denen es sich so gut streiten lässt, wie mit brüdern und schwestern. wenn geschwister zusammen arbeiten, entsteht eine ganz eigene dynamik – auch bei angus und julia stone.

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slow club – complete surrender

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rebecca taylor von slow club hat eine stimme, die wie gemacht ist für soul – wollte aber nie wirklich ein soul-album aufnehmen, vor allem, um dem vorwurf zu entgehen, man schwömme auf der retro-welle mit. dass die dritte platte des duos aus sheffield jetzt stellenweise doch klingt, als gehöre sie in ein anderes jahrzehnt, war eher zufall.

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bombay bicycle club – so long, see you tomorrow

bbces gibt menschen, die halten jack steadman für ein genie – dabei ist der kreative kopf von bombay bicycle club grade mal mitte zwanzig und tut sich mit zu viel lobhudelei um seine person schwer. er lenkt die aufmerksamkeit lieber auf die musik. das neue album bezeichnet er ganz stolz als sein “baby” – immerhin ist es das erste von vier, das die band von anfang bis ende in eigenregie produziert hat.

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zwischen rückzug und ausbrechen – stornoway

stornoway1

trotz elite-uni gehört oxford ja eher zu den verschlafenen britischen kleinstädten. für junge menschen ist oxford deshalb eher durchgangsstation, für die band stornoway allerdings ganz bewusst gewähltes zuhause. ihre musik ist vielleicht gerade deswegen ein bisschen hin- und hergerissen zwischen angekommensein und fernweh.

►► stornoway im interview bei detektor.fm

the courteeners@magnet

courteeners

why are you so in love with a notion? it doesn’t do you any good…

they don’t do intricate (or subtle). they do guitars. and that, admittedly, rather well. which works perfectly fine for this whole rock ‘n’ roll thing.

and of all the songs liam fray could possibly have chosen for a bit of exhibitionism, it is “not nineteen forever” during which he starts pulling up his t-shirt. yes, to reveal quite a tasteful six-pack, but still… it’s both the funniest and saddest moment of the night.

kashmir@postbahnhof

kashmir

and it seems like forever won’t be enough…

eins von diesen konzerten wo alles stimmt, der perfektionsgrad der performance aber nichts wegnimmt vom gefühl, hier ist alles echt. vor allem die begeisterung am livespielen, die kashmir offenkundig auch nach mehr als 20 jahren auf der bühne noch nicht abhanden gekommen ist. beneidenswert.